Isarthaler Gündlkofen
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1903-1965

CHRONIK 1903 - 1965

Von der Gründung im Jahre 1903 bis zur Einstellung der Vereinsaktivitäten im Jahre 1939 befand sich das Vereinslokal im Gasthaus Detterbeck "Geierwirt„. Detaillierte Aufzeichnungen des Vereins liegen für diese Zeit leider nicht mehr vor. Unserem Schützenverein erging es wie vielen anderen auch, das durch den Ausbruch des 1. Weltkrieges das Vereinsleben beinahe zum Erliegen gebracht wurde. In den 20er und 30er Jahren wurden im Vereinslokal wieder regelmäßig Schießabende abgehalten. Das Ausschießen von Ehrenscheiben gehörte damals schon zum festen Bestandteil des Vereinslebens. Das älteste Requisit unseres Vereins ist eine Schützenscheibe aus dem Jahr 1931.

Mit dem Jahr 1933 begann auch für die Gündlkofener Schützen eine schwierige Zeit. Bald nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten wurden die Schützenvereine gleichgeschaltet und die bis dahin gültige bayerische Schützenordnung außer Kraft gesetzt.
Bis zum Beginn des 2. Weltkrieges im Jahre 1939 wurden auch die Vereinsaktivitäten mehr und mehr eingestellt. Bis zu diesem Zeitpunkt war Georg Ruhland l. Schützenmeister.

Nach dem 2. Weltkrieg und dem Verbot aller schießsportlichen Aktivitäten durch die Besatzungsmächte, wurde im Herbst 1949 der Schützenverein Isarthaler Gündlkofen wieder ins Leben gerufen.
Wiedergründungsmitglieder waren Simon Bauhuber, Hans Hutterer, Georg Ruhland Josef Schweiger, Anton Wolf, Johann Wagner, Max Wittmann, Wolfgang Wenzel und Josef Ziegler.
Das Vereinslokal war von nun an das Gasthaus Wagner "Huberwirt". Als l. Schützenmeister wurde Josef Schweiger gewählt. Die Aufnahme des Schießbetriebes konnte noch im selben Jahr durch die Stiftung eines Luftgewehrs vom Bruckberger Bräu, Josef Wimmer, verwirklicht werden.

Bereits 1950 zeichnete sich der Verein durch regen Schießbetrieb aus; auch deutlicher Mitgliederzuwachs konnte verzeichnet werden. In diesem Jahr wurden nicht weniger als sieben Ehrenscheiben ausgeschossen. Ab dem Jahr 1952 fungierte Anton Wolf als l. Schützenmeister. In diesem Jahr wurde auch die Schützenkette angeschafft, die seitdem der jeweilige Schützenkönig als Zeichen seiner Königswürde bei offiziellen Anlässen trägt und am Ende seiner Amtszeit mit einem neuen Taler ergänzt.

Das herausragende Ereignis nach der Wiedergründung war im Jahre 1956 die Fahnenweihe. Als Fahnenmutter stellte sich dankenswerterweise Frau Christine Ingerl zur Verfügung. Die benachbarten Volkskraftschützen aus Tondorf standen den Gündlkofener Schützen als Patenverein zur Seite.

Neben den regelmäßigen Schießveranstaltungen waren in den folgenden Jahren auch die jährliche Christbaumversteigerung und der Schützenball wichtige Bestandteile des Dorf- und Vereinslebens. 1961 wurde Jakob Pichlmeier zum l. Schützenmeister gewählt. Einer der Höhepunkte im Vereinsleben der Gündlkofener Schützen in den 60er Jahren war 1965 die Fahnenweihe der Edelweiß-Schützen Attenhausen. Bei diesem Fest hatten die Isarthaler- Schützen das ehrenvolle Amt des Patenvereins. In diesen Jahren wurden mehrere Freundschafts- und Vergleichsschießen mit benachbarten Vereinen durchgeführt, die auch maßgeblich zur Pflege der Kameradschaft unter den Schützen der verschiedenen Vereine beigetragen haben.

vom 1.1.1903

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